Investitionsprogramm

Kwizda Agro setzt das Investitionsprogramm im Werk Leobendorf fort und setzt auch in den kommenden Jahren weiterhin auf die Schwerpunkte Sicherheit und nachhaltiges Wachstum.

Dazu gehört unter anderem ein neues Gefahrgutlager sowie ein Bürogebäude im westlichen Teil des Betriebsgeländes. Die Errichtung erfolgt voraussichtlich ab Mitte 2021 nach Vorliegen sämtlicher Genehmigungen.

In enger Zusammenarbeit mit Fachexperten und Sachverständigen wird in diesem Projekt die bestmögliche Sicherheitstechnik für eine moderne und effiziente Lagerbewirtschaftung umgesetzt. Dazu gehören unter anderem vollautomatische Löschsysteme und Rückhaltesysteme für Flüssigkeiten, die Ausführung des gesamten Gebäudes in brandbeständiger und selbsttragender Stahlbetonausführung und eine Erweiterung der bereits seit 2014 erfolgreich betriebenen Sperrwand (undurchlässige Abtrennung des Grundwassers) um das Werksgelände.

Ebenso wird die Modernisierung der Granulationsanlagen weiter fortgesetzt. Nach den bereits fertiggestellten Anlagen WG1 und WG2 wird auch die Anlage WG3 schrittweise ab 2021 mit modernen Explosions-Unterdrückungssystemen nachgerüstet. Gleichzeitig wird die Anlagensteuerung erneuert und die gesamte Prozesstechnik im Hinblick auf Energie-Effizienz optimiert.

Im Zuge der zahlreichen Projekte im Zeitraum 2014 bis 2019 konnte der relative Energieverbrauch (im Vergleich zu den Produktionsmengen) am Standort Leobendorf deutlich reduziert werden. Dieser Weg wird in 2020 durch eine vollständige Erneuerung der Druckluftaufbereitung fortgesetzt. Auch das neue Lagergebäude wird aufgrund des Wegfalls von mehreren externen Lagern und durch die hochwertige Bauweise künftig zu einer deutlichen Reduktion des CO2 Ausstoßes beitragen.

Im Vergleich zu konventionellen Pflanzenschutzmitteln gewinnt der Anteil an Produkten mit Zulassung für biologische Landwirtschaft sowie für Pflanzenstärkungsmittel immer mehr an Gewicht. Kwizda Agro kommt diesem Trend durch die Adaptierung und Umwidmung von bestehenden Anlagen nach. Die Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten für die Produktion ist durch flexible Anlagennutzung trotz deutlichem Mengenwachstums vorerst nicht erforderlich.

Die Anforderungen für die Verpackungen von Pflanzenschutzmittel haben sich durch neue, recyclingfähige Packmittel als auch durch die Digitalisierung (lückenlose Nachverfolgung der Produkte) deutlich gesteigert. Diesem Trend wird durch die Investition in zwei neue, hochmoderne Abfüllanlagen Rechnung getragen.

Im Summe werden im Zeitraum 2020 bis 2024 am Standort Leobendorf voraussichtlich 25,8 Millionen Euro investiert.